26. Februar 2026
Die Stadtgemeinde Radenthein kooperiert künftig mit Mario und Markus Kulnig als neue Pächter und Betreiber der Nockhalle. Mario Kulnig hat sich als Mitgesellschafter und Betreiber vom Eissportzentrum in Ferlach einen guten Ruf in der Sportszene erarbeitet. Nach einer gesundheitsbedingten Auszeit und dem beruflichen Ausstieg in Ferlach, kam in den letzten Wochen der Kontakt mit der Stadtgemeinde Radenthein zu Stande. Bürgermeister Michael Maier und Stadtamtsleiterin Sandra Schneeweiß, erarbeiteten gemeinsam mit Familie Kulnig den Pachtvertrag, welcher in der Gemeinderatssitzung vom 26.02.2026 beschlossen wurde und mit 1. März 2026 in Kraft tritt.
Pächter ist der von Familie Kulnig gegründete Betreiberverein „Eishallenverwaltung Radenthein“, welcher die notwendigen Investitionen in die Dachkonstruktion und Kältetechnik tätigen wird, damit die Nockhalle rechtlich und technisch in den Eisbetrieb gehen kann.
Zur Unterstützung wurde dem Verein bereits auch eine finanzielle Hilfestellung vom Sportreferat des Landes Kärnten in Aussicht gestellt.
Mit der Verpachtung liegt der Betrieb der Nockhalle samt allen Investitionen und laufenden Betriebskosten ab nun in den Händen von privaten Profis und nicht mehr in der Verantwortung des Sportreferats der Stadtgemeinde Radenthein.
Wann geht es los?
Die notwendigen baulichen Adaptierungen der Dachkonstruktion, die schrittweise umfassende Erneuerung der Kältetechnik sowie die erforderlichen Betriebsgenehmigungen werden in den nächsten Wochen in Angriff genommen, mit dem ambitionierten Ziel, bereits im Herbst den Eisbetrieb aufnehmen zu können.
Kontakt und Buchung
Erwünscht sind bereits ab sofort Anfragen für die Reservierung von Eiszeiten. Kontakt: Herr Markus Kulnig T: 0664/9449090
Für die Radentheiner Bevölkerung, Kindergärten und Schulen hat Bürgermeister Michael Maier bereits ein Paket geschnürt: „Die Stadtgemeinde Radenthein wird Eiszeiten für den Publikumslauf und den Unterricht im Winter für die Bevölkerung kostenlos zur Verfügung stellen.“ Ebenso hat der Bürgermeister den Kontakt zwischen dem neuen Hallenbetreiber und der Tourismusregion Millstätter See – Bad Kleinkirchheim – Nockberge vermittelt, um mit der Nockhalle als „ganzjährige Eissportstätte“ künftig auch touristische Betten zu füllen.
Auch Sportstadtrat Wolfgang Polanig freut es sehr, „dass es nach jahrelangen, intensiven Bemühungen gelungen ist, den Eisbetrieb in der Nockhalle mit dem vorliegenden Pachtvertrag nachhaltig sicherzustellen. Mit dem Neustart entsteht eine „All Win“ Situation: Für die Stadtgemeinde Radenthein hinsichtlich einer Entlastung der Gemeindefinanzen. Weiters erhält der Kärntner Winter- und Eishockeysport wieder eine wichtige Infrastruktur in der Region, von der auch der Tourismus durch zusätzliche Nächtigungen im Rahmen von Trainingslagern in der Vor- und Nachsaison profitieren wird. Vor allem aber gewinnen unsere Kinder und Jugendlichen sowie alle Sportinteressierten eine (nahezu) ganzjährig nutzbare Sportstätte zurück. Radenthein setzt damit ein klares Zeichen für Sport, Jugendförderung, Tourismus und nachhaltige Standortentwicklung.“
Nun liegt es auch in der Verantwortung der regionalen Eishockeyvereine, Hobbyclubs und vor allem auch beim Kärntner Eishockeyverband mit Präsident Michael Herzog-Löschnig, die langersehnte und geforderte Wiederöffnung der Nockhalle als Eissportstätte in Kärnten mit den erforderlichen Buchungen von Eiszeiten regelmäßig zu nutzen, damit das Betriebskonzept auch nachhaltig funktioniert.
Die Stadtgemeinde Radenthein freut sich über den Neustart der Nockhalle als wertvolles Eissportzentrum im Sportland Kärnten!
Zur Historie:
Die Nockhalle in Radenthein war seit der Errichtung im Jahr 2008 ein bedeutender Treffpunkt für sportliche Aktivitäten und ein wichtiger Bestandteil der Radenthein Infrastruktur. Zu den erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen im Jahr 2023 kamen noch zusätzliche technische und vor allem rechtliche Hürden. Nach gründlicher Prüfung und Gesprächen mit Fachleuten wurde klar, dass ohne große Investitionen und einem neuen Betreiberkonzept kein Eisbetrieb mehr möglich sein wird.
Der Grund dafür ist, dass die Halle bei der Errichtung zwar baurechtlich genehmigt wurde, aber nicht als Sport- und Veranstaltungsstätte. Diese Genehmigung konnte bis jetzt auch nachträglich nicht erlangt werden, weil die Hallenkonstruktion die Anforderungen an den Lärmschutz der Anrainer nie erfüllt hat. Zusätzlich erreicht die Anlage nun auch das Ende ihrer Lebenszeit und neue Umweltvorschriften im Bereich der Kältetechnik erfordern ebenfalls hohe Investitionen.
Gemeinsam mit externen Fachleuten – unter anderem Energieexperten wie DI Gerhard Kopeinig – wurden dazu bereits umfassende Einschätzungen eingeholt. Die zu erwartenden Gesamtkosten im Bereich Schallschutz und Erneuerung der Kältetechnik wurden auf rund 1,25 Millionen Euro geschätzt.
Vor diesem Hintergrund gründete der Sportausschuss der Stadtgemeinde Radenthein die Arbeitsgruppe „Nockhalle“ und übertrug Bürgermeister Michael Maier im November 2025 den klaren Auftrag die Nockhalle zu einer multifunktionalen Ganzjahressportstätte weiterzuentwickeln, wobei die Option eines Eisbetriebs dabei ausdrücklich bestehen bleiben sollte.
Mit der Kontaktaufnahme von Herrn Mario Kulnig begannen im Dezember 2025 die nun erfolgreich abgeschlossenen Verhandlungen für einen ausgelagerten Eisbetrieb. Dies machte die Idee der multifunktionalen Sporthalle nun obsolet und die Stadtgemeinde blickt gemeinsam mit dem neuen Betreiber in die positive Zukunft der Nockhalle als Eishalle.
Am Bild vlnr.: Mario und Markus Kulnig mit Bürgermeister Michael Maier
Bildnachweis: Stadtgemeinde Radenthein
Zuletzt aktualisiert: 21. April 2026
